Sicherheit am PC

Die Sicherheit am Com­pu­ter und Smart­phone wird im­mer wie­der in der Öf­fent­lich­keit dis­kutiert. Auch die Pres­se und der Rund­funk be­rich­ten zu­neh­mend häu­fi­ger über Vi­ren­at­tacken, Hacker­an­grif­fe und frag­wür­di­ger In­for­ma­tions­be­schaf­fung. Wir ha­ben den Ein­druck, dass vie­le An­wen­der re­sig­niert ha­ben und Si­cher­heits­ri­si­ken eher in Kauf neh­men als et­was da­ge­gen tun zu wol­len. Da­bei gibt es ein­fa­che Mög­lich­kei­ten der Vor­beu­gung. Wir möch­ten Ih­nen hier grund­le­gen­de Ver­hal­tens­wei­sen und Ab­wehr­stra­te­gien ver­deut­li­chen, die zu­min­dest dass Sur­fen und Mai­len be­tref­fen. Na­tür­lich spre­chen wir auch un­­se­re Dienst­lei­stun­gen im Be­reich an. Dies betrifft Risiken bei der Haus­auto­ma­tion und Fern­zu­griff oder die Im­ple­ment­ie­rung von er­wei­ter­ten Si­cher­heits­stra­te­gien mit Hard­wa­re­ein­satz. Zu Gun­­sten un­se­rer Auf­klä­rungsabsicht sind die­se The­men re­la­tiv kurz ge­fasst.

PCs bzw. Win­dows Be­triebs­sy­ste­me ha­ben den Ruf, sehr un­si­cher be­züg­lich Hacker­an­grif­fe und Vi­ren­be­falls zu sein. Da­zu ist zu sa­gen, dass PCs mit den Micro­soft Be­triebs­sy­ste­men auf­grund des wei­ten Ver­brei­tungs­gra­des tat­säch­lich die meist an­ge­grif­fe­nen und folg­lich auch be­trof­fe­nen Sy­ste­me sind.

Die Ursachen für die Vi­ren­an­fäl­lig­keit

Ein wesent­li­cher Un­ter­schied zu an­de­ren Be­triebs­sy­ste­men liegt in der Tat­sa­che, dass die Fir­ma Micro­soft die Be­die­nungs­freund­lich­keit und Er­wei­ter­bar­keit im Hard- und Soft­wa­re­be­reich bei der Ent­wick­lung in den Vor­der­grund ge­stellt hat. Es gibt wohl kaum ein Sy­stem, dass eine so brei­te und dif­fe­ren­zier­te Ba­sis von Ge­rä­ten und Trei­bern un­ter­schiedl­ich­ster Lei­stungs­fä­hig­keit un­ter­stüzt. Auch gibt es je­de Men­ge an Soft­wa­re – von freien ko­sten­lo­sen bis­hin zur pro­fes­sio­nel­len und ko­sten­pflich­ti­gen An­ge­bo­ten.

Andere und zum großen Teil nach­fol­gen­de Be­triebs­sy­stem­ent­wick­ler ha­ben aus die­sem „Feh­ler“ von Micro­soft ge­lernt und ihr Augen­merk auf die Sicherheit ge­legt, ha­ben aber auch zu­gleich die Er­wei­terungs­mög­lich­kei­ten ih­res Sy­stems be­schnit­ten. Linux ver­fügt über meist ge­ne­ri­sche Trei­ber für lei­stungs­mäßig un­ter­schied­lich­ste Hard­ware und eine be­schränk­te Soft­ware­aus­wahl. Der Be­die­nungs­kom­fort stand an­fangs nicht im Vor­der­grund. Apple setz­te auf über­schau­ba­re Hard- und Soft­wa­re­an­ge­bo­te, al­so Ho­mo­ge­ni­tät wie auch auf Be­die­nungs­kom­fort.

Linux ist hard­wa­re­mäßig sehr an­spruchs­los, Apple hin­ge­gen ex­trem teuer. Bei Micro­soft Sy­ste­men ist für je­den Geld­beu­tel et­was da­bei.

Wo kann der Win­dows-An­wen­der ge­gen­steu­ern?

Da es so ein­fach ist, Win­dows­pro­gram­me zu in­stal­lie­ren, sind des­sen Be­nut­zer sehr schnell da­bei, ins­be­son­de­re ko­sten­freie Test­soft­wa­re, Spie­le und freie Pro­gram­me zu in­stal­lie­ren. Auch gün­sti­ge Hard­wa­re ist schnell ein­ge­rich­tet. Und das ist über­wie­gend das Pro­blem!

Die Program­me und Trei­ber wer­den un­kri­tisch und meist oh­ne zu über­le­gen, wel­cher Her­kunft sie sind, in­stal­liert! Im be­sten Fall zeigt die in­stal­lier­te An­wen­dung kei­nen ne­ga­ti­ven Ein­fluss, im an­de­ren Fall führt sie zur In­sta­bi­li­tät von Win­dows und im schlech­te­sten Fall hat der An­wen­der eine Ma­ni­pu­la­tions­soft­wa­re oder einen Vi­rus auf das Sy­stem über­tra­gen, ohne dass der An­ti­vi­ren­scan­ner einen Alarm aus­ge­löst hat.

Ein Virens­can­ner kann ak­tuel­le Be­dro­hun­gen nur mit einem ge­wis­sen Zeit­ver­satz er­ken­nen und be­kämp­fen. Es wird al­so im­mer zuerst Op­fer einer At­tacke ge­ben, be­vor die Her­stel­ler von Schutz­ssoft­wa­re da­rauf re­agie­ren kön­nen. Wie schnell sie da­zu Im­stan­de sind, zeich­net die Gü­te des Ab­wehr­pro­gramms aus!

Bevor Sie also et­was in­stal­lie­ren, soll­ten Sie sich zu­erst ent­we­der über die kon­kre­te Soft­wa­re im In­ter­net in­for­mie­ren, z.B. über die Google Su­che oder Ih­ren Fach­händ­ler vor Ort be­fra­gen.

Sind Updates für Windows Systeme wichtig?

Windows Upda­tes und auch die Ak­tua­li­sie­run­gen von An­wen­dun­gen, Ge­rä­ten (Firm­wa­re) und Trei­bern sol­len nicht nur das be­ste­hen­de Sy­stem ver­bes­sern, son­dern schließen in viel­fa­chen Fäl­len so­ge­nann­te Si­cher­heits­lücken. Die­se be­ste­hen da­rin, dass ein Ent­wick­ler Mög­lich­kei­ten für Hacker über­se­hen hat, in ein Sy­stem un­be­fugt ein­zu­drin­gen. Inso­fern tra­gen Up­da­tes we­sent­lich zur Si­cher­heit des Ge­samt­sy­stems bei!

Zuweilen kann es je­doch – wenn auch sel­ten – vor­kom­men, dass ein Up­da­te das Sy­stem auf ir­gend­eine Wei­se be­ein­träch­tigt. Den­noch soll­ten Sie im­mer up­da­ten, da die Vor­tei­le einen sol­chen Nach­teil über­trump­fen. Außer­dem kön­nen Sie ein Up­da­te auch un­mit­tel­bar nach In­stal­la­tion leicht de­in­stal­lie­ren.

Vielen An­wen­dern ist das Up­da­ten lä­stig! Sie wol­len da­mit kei­ne Zeit ver­brin­gen. Soll sich doch der PC da­rum selbst küm­mern. Ein Com­pu­ter ist je­doch nichts an­de­res als ein mo­der­nes Werk­zeug, wel­ches auch ge­pflegt wer­den muss. Las­sen Sie Ih­ren Ham­mer nach ge­ta­ner Ar­beit draus­sen bei Re­gen und Näs­se so ein­fach lie­gen? Dann ist es nur noch eine Fra­ge der Zeit bis Sie ihn für die ge­dach­ten Ein­satz­zwecke nicht mehr nut­zen kön­nen. Den­ken Sie über den Ver­gleich nach!

Webseiten- und Emailverkehr

Browser
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Häu­fig ge­ben In­ter­net­an­wen­der auch Ih­nen be­kann­te In­­ter­net­sei­ten über ein Such­feld Ih­res Brow­sers ein statt die voll­stän­di­ge In­ter­net­adres­se in der Adress­zei­le des Brow­sers ein­zu­tra­gen oder über Fa­vo­ri­ten (In­ter­net Ex­plo­rer) bzw. Le­se­zei­chen (Mo­zil­la Fire­fox und an­de­re) ab­zu­ru­fen. Sie lau­fen da­mit Ge­fahr, auf eine In­ter­net­sei­te zu ge­lan­gen, wo Sie eigent­lich nicht hin woll­ten. Z.B. ge­ben Sie „Sparkase“ statt „sparkasse.de“ ein, ge­lan­gen Sie mög­li­cher­wei­se auf eine ge­fälsch­te In­ter­net­sei­te Ih­rer Spar­kas­se oder eine Sei­te mit einem Vi­rus war­tet auf der ver­meint­li­chen Ziel­sei­te auf Sie. In je­dem Fall ha­ben Sie dort nichts Gu­tes zu er­war­ten! In vie­len Fäl­len wird eine ein­ge­setz­te gu­te Such­ma­schi­ne dies je­doch zu ver­hin­dern wis­sen und / oder Ih­nen eine kor­rek­te Sei­te vor­schla­gen!

Es ist auf je­den Fall cle­ve­rer, wich­ti­ge In­ter­net­sei­ten un­ter den Fa­vo­ri­ten bzw. Le­se­zei­chen ab­zu­spei­chern und bei Be­darf ab­zu­ru­fen. Auch ist es rat­sam, die Li­ste mit Such­er­geb­nis­sen in der Vor­schau auf Ih­ren In­halt zu un­ter­su­chen. Sind Sie wirk­lich mit einem Klick auf der ge­such­ten Fir­men­sei­te? Der erst be­ste Ein­trag ist es meist nicht!

Auch Emails ber­­gen die Ge­fahr, dass in den dar­ge­stell­ten Bil­dern und Links ein Vi­rus auf Sie war­tet. Man­che sind so ge­schickt auf­ge­baut, dass Sie den­ken könn­ten, das Schrei­ben kommt von Ih­rem be­vor­zug­tem In­ter­net­händ­ler, Ih­rer Bank oder einem Ih­nen be­kann­ten Kon­takt. Meist fin­den Sie aber Um­stim­mig­kei­ten, auf die man zu­erst ein­mal nicht ge­ach­tet hat. Schär­fen Sie des­halb Ih­re Augen und öff­nen Sie die E-Mail nicht. Das Vor­schau­fen­ster reicht zur Ent­lar­vung einer Fäl­schung, in­dem Sie Spra­che, Adress­da­ten, Bank­ver­bin­dung und Schreib­stil be­ach­ten. Vor al­lem Un­ter­neh­men schrei­ben Ih­nen in per­fek­tem Deutsch. Sie ach­ten näm­lich auf Schreib- und Gram­ma­tik­feh­ler und sind von den „Schein­un­ter­neh­mern“ leicht zu un­ter­schei­den. Be­wer­ten Sie vor al­lem, ob al­le An­ga­ben stim­mig sind! An­son­sten lö­schen Sie die E-Mail. Neu­gier­de kann hier nur scha­den!

Perfekter Schutz und Sicherheit?

In den auf­ge­führ­ten Fäl­len kann Sie ein gu­ter Vi­ren- und Schad­soft­wa­re­scan­ner (Mal­wa­re­) im Re­gel­fall schüt­zen und für aus­rei­chen­de Si­cher­heit sor­­gen. Wir em­pfeh­len die Voll­ver­sion von Mal­wa­re­by­tes. Doch je­der auch noch so gu­te Vi­ren­scan­ner kann Falsch­alar­me aus­lö­sen oder ein­fach im kon­kre­ten Fall ver­sa­gen. Den per­fek­ten Schutz kön­nen Sie lei­der nicht kau­fen! Ein gu­tes Ab­wehr­pro­gramm, Ihr ge­sun­der Men­schen­ver­stand und Ih­re Auf­merk­sam­keit kön­nen Sie je­doch schon äußerst ef­fek­tiv vor den Ge­fah­ren am Com­pu­ter schüt­zen.

Ein letzter Tip: Das Win­dows Be­triebs­sy­stem un­ter­schei­det zwi­schen Stan­dard­be­nut­zern und Ad­mi­ni­stra­to­ren. Nur Letz­te­re dür­fen An­wen­dun­gen in­stal­lie­ren! Le­gen Sie des­halb ein oder mehr Ad­mi­ni­stra­to­ren mit si­che­rem Pass­wort an. Nur die an­de­ren Be­nutz­er soll­ten als Stan­dard­be­nut­zer den PC zur Ar­beit nut­zen, z.B. Sur­fen und Mai­len oder Pro­gram­me aus­füh­ren. Über die­se Lo­gik kann sich auch ein Vi­rus nur schwer ver­brei­ten. Win­dows fragt näm­lich im­mer einen Ad­mi­ni­stra­tor, ob Ver­än­de­run­gen am Sy­stem durch­ge­führt wer­den sol­len. Oh­ne zu­ge­hö­ri­ges Pass­wort und Be­ja­hung der Fra­ge wird kei­ne Ak­tua­li­sie­rung bzw. kei­ne In­stal­la­tion durch­ge­führt.

Erweiterte Sicherheit

Falls Sie Heim­ar­beits­plät­ze oder einen Fern­zu­griff auf Ih­ren PC pla­nen oder auf Ge­rä­te einer Haus­auto­ma­tion zu­grei­fen wol­len (z.B. Ka­me­ras, Hei­zungs­steue­rung und der­glei­chen), soll­ten zu­sätz­li­che Si­cher­heits­maß­nah­men um­ge­setzt wer­den. Dies be­trifft auch die ein­ge­setz­te Fire­wall. Ge­ra­de in Be­trie­ben mit re­gem In­ter­net­ver­kehr ist der Ein­satz von Sicherheits­stra­te­gien zu em­pfeh­len. Da­zu zäh­len Schu­lungs­maß­nah­men für die Mit­ar­bei­ter ge­nau­so da­zu wie der Ein­satz von Script­blockern, Schutz­soft­wa­re und -ge­rä­ten wie Pro­xies, Email­ser­vern und Hard­wa­re­fi­re­walls zum Schutz von Kun­den­da­ten und der Ar­beits­sy­ste­me. Bei Be­darf neh­men Sie bit­te mit uns Kon­takt auf. Wei­te­re Fra­gen zur The­ma­tik der Sicherheit am Com­pu­ter kön­nen wir Ihnen jederzeit be­ant­wor­ten. Wir be­ra­ten Sie ger­ne und qua­li­fi­ziert!

Besuchen Sie auch un­se­re Ser­vice­sei­te Tips & Tricks, auf der wir dem­nächst nicht nur Ar­ti­kel zur Si­cher­heit ver­öf­fent­li­chen, son­dern ganz all­ge­mein nütz­li­che Rat­schlä­ge und Em­pfeh­lun­gen zum Um­gang mit dem PC und Pro­gram­men be­reit­stel­len.